Erste erfolgreiche JDF-Implementierung

04.12.2003

 

Es handelt sich um die Vernetzung von Auftragsmanagement, Produktionsplanung, Produktionssteuerung und Betriebsdatenerfassung in einem Druckhaus - erstmals in der Praxis getestet in der Druckhaus Berlin-Mitte GmbH. Möglich macht das eine Workflow-Software im JDF-Standard. Installiert wurde sie durch die Branchensoftware-Anbieter Hiflex und den Druckmaschinen-Hersteller MAN Roland. Die Hiflex GmbH ist übrigens Vollmitglied der "CIP4-Organisation". Es handelt sich dabei um das internationale Konsortium zur Integration der Prozesse in Vorstufe, Druck und Weiterverarbeitung.

Der beim DBM vollzogenen Vernetzung war die Einführung der Hiflex-Disposition und der Hiflex-Betriebsdatenerfassung vorausgegangen. Ziel war es zunächst, die Effizienz in der Auftragsvorbereitung und in der Disposition zu verbessern, die Organisation zu straffen und die Informationswege zwischen Verkaufsinnendienst und Disposition zu verkürzen.

Die Branchensoftware von Hiflex berücksichtigt alle Funktionen, die in einer Druckerei anfallen: Vorkalkulation, Angebot, Auftragsbestätigung, Auftragstasche, Lieferschein, Rechnungsstellung, Materialwirtschaft und vieles andere mehr. Durch dieses System konnten Kosten eingespart werden. Hierzu DBM-Geschäftsführer Herbert Preißler: "Wir hatten damit ein wesentlich präziseres Planungsinstrument zur Hand, durch das auch kurzfristige Aktionen planbar wurden."

Eine weitere wichtige Voraussetzung war eine hohe technologische Disziplin bei allen Beteiligten in der Druckhaus Berlin-Mitte GmbH. Die 2002 erfolgte Einführung eines integrierten Qualitäts- und Umweltmanagements im Unternehmen kam da gerade recht. In diesem Jahr wurde dem DBM bestätigt, dass die anspruchsvollen Kriterien weiter eingehalten werden.

Kunden erhalten präzisere Auskünfte
Vor rund einem dreiviertel Jahr begann dann die Testphase bei der Vernetzung von Disposition und Produktion. Die JDF-Schnittstellen zwischen der Hiflex-Software und den Druckmaschinen wurden verknüpft und die JDF steuerte von da an die gesamte Auftragsabwicklung.

Sie überführt die technischen Daten aus der Kalkulation in die Produktionsplanung (Disposition) und stellt sie von dort der Produktion zur Maschinenvoreinstellung zur Verfügung. Die Rückmeldungen aus der Produktion fließen in die Betriebsdatenerfassung zur betriebswirtschaftlichen Auswertung und für statistische Zwecke ein. Ergebnis: eine genaue Übersicht über den Stand des Auftragsdurchlaufes, schnellere und präzisere Auskünfte gegenüber den Kunden.

Im nächsten Schritt werden auch die Heidelberg Speedmaster und die Anlagen der Weiterverarbeitung in die Vernetzung mit einbezogen. Schließlich sollen alle geeigneten Aufträge komplett mit JDF gesteuert werden.

 

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