Erfolgreicher Auftakt für das Informationszentrum für nachhaltige Printproduktion

 

Am 25. März 2010 öffnete das Informationszentrum für nachhaltige Printproduktion (InaP) seine Türen. Zur Auftaktveranstaltung, die im ältesten Drucksaal der Stadt im Druckhaus Berlin-Mitte stattfand, erschienen rund 100 Gäste. Unter ihnen waren Berliner Agenturen, Verlage, Druckereien sowie öffentliche Einrichtungen und Stiftungen. Interessiert folgten die Gäste dem Programm, das unter dem Motto "Wissen ist für alle da – eine gesunde Umwelt auch" von Frau Prof. Dr. phil. Anne König von der Beuth Hochschule moderiert wurde. Zu den Referenten gehörten, neben dem Leiter des InaP Dieter Ebert,  auch Rainer Litty, Produktionsleiter vom WWF, Stefan Baumgartner, Umweltbeauftragter von SchneiderSöhne Schweiz, als auch Andreas Pfeil von der Strategieberatung für freiwilligen Klimaschutz ClimatePartner.

 

Willkommen geheißen wurden die Gäste durch Martin Lind, dem Geschäftsführer der Druckhaus Berlin-Mitte GmbH. Unter dem Motto "Das Druckhaus geht neue Wege" erläuterte Martin Lind die Aktivitäten rund um die umweltfreundliche Printproduktion und das InaP. Unter anderem informierte er über die Aktion eines klimaneutralen Monats im April, die aus Anlass der Eröffnung des InaP initiiert wurde. So wird das Druckhaus Berlin-Mitte alle anfallenden Produktionsleistungen in diesem Monat CO2-neutral herstellen. Ein weiteres Projekt, welches von der Marketingabteilung des Hauses angeregt und umgesetzt wurde, war die Vorstellung des eco2bags. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung der neuesten Recycling- und Umweltpapiere, die "zum nachhaltigen Einsatz von Medienprodukten wesentlich sind", so Lind. Der eco2bag soll Print-Buyer und Agenturen darin unterstützen, beim Umsetzen von nachhaltigen Druckprodukten die passenden Papiere zu finden.

 

Zur Einführung in das Thema erläuterte Herr Litty vom WWF in seiner Präsentation die globalen Auswirkungen der Klimaerwärmung und befasste sich anschließend kritisch mit der Frage, ob "die klimaneutrale Medienproduktion eine Antwort auf den Klimawandel ist". Als Fazit seines Vortrages wies er darauf hin, dass "nicht nur klimafreundliche sondern eine ganzheitliche Medienproduktion die Zukunft sein wird, um in der Druck- und Medienindustrie erste Schritte zur Reduzierung der globalen Temperaturerwärmung einzuleiten".

 

Im Anschluss kam der Initiator und Leiter des InaP, Dieter Ebert, zu Wort. In seinem Vortrag stellte er das Konzept und die Vision des Informationszentrums vor. Als Grundidee sieht er das InaP als "branchenübergreifende Plattform zum regelmäßigen und effizienten Austausch, um Glaubwürdigkeit zu erzeugen". Das Informationszentrum richtet sich dabei an "Mitarbeiter, öffentliche Einrichtungen und Kunden genauso wie an Schüler, Auszubildende und Studenten". "Diesen Weg kann man nur mit starken Partnern an unserer Seite gehen, um alle Schwerpunkte einer nachhaltigen Kommunikation abdecken zu können", so Ebert und stellte in diesem Zusammenhang die offiziellen Partnerunternehmen des Informationszentrums vor. Dazu gehören die Kommunikationsagentur Star Publishing, der Naturstromerzeuger NaturEnergie, der Maschinenbauer König & Bauer, die Initiative Pro Recyclingpapier, die Strategieberatung ClimatePartner und natürlich als Träger des InaP, das Druckhaus Berlin-Mitte.

 

In einer Podiumsdiskussion berichteten die Partner über ihre eigenen Erfahrungen im Umgang mit Nachhaltigkeit und wie ihre Kunden darauf reagieren. Dabei stellte Benjamin Hillscher, Consultant bei Star Publishing fest, "dass es gerade durch die Labelvielfalt in der Druckindustrie oft zu einer großen Verunsicherung bei unseren Kunden kommt". Weiter meinte er dazu: "Wir brauchen internationale Standards, um auch global agierende Markenartikler und Großkunden vom Sinn einer Nachhaltigkeitsstrategie überzeugen zu können." Auf die Frage der Moderatorin, "welche positiven Ereignisse die Diskutanten in den letzten Tagen bzw. Wochen darin bestärkt haben, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben", antwortete René Meißner von NaturEnergie, "dass inzwischen sogar die eigenen Kunden andere Kunden von dem Naturstromprodukt überzeugen und Verträge über Kundenempfehlungen abgeschlossen werden." Weiter stellte er fest, dass "diese Entwicklung vor 10 Jahren noch undenkbar gewesen wäre". Auch Heike Fischer von der Initiative Pro Recyclingpapier freut sich über den wachsenden Einsatz von Recyclingpapier in Unternehmen und betonte, dass der Umweltschutzgedanke auch mit kleinem Schritt, z.B. mit der Papierumstellung auf Recyclingpapier im Unternehmen viel bewirken kann, um aktiv CO2 einzusparen. "Meist ist diese Entscheidung der Grundstein für eine nachhaltige Umstrukturierung im Unternehmen", so Fischer. 

 

Das Druckhaus Berlin-Mitte hat mit der Eröffnungsveranstaltung des Informationszentrums für nachhaltige Printproduktion das Interesse bei Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen wecken können. Dies zeigten die angeregten Gespräche, in der Pause und beim anschließendem Get-together. Die Wissensvermittlung zum Thema nachhaltige Printproduktion wird im April laut des veröffentlichten Programmplans mit einem ersten Seminar zum Thema "Recyclingpapier – Eine bewusste Wahl" fortgeführt. Für 2010 sind insgesamt 9 Veranstaltungen angesetzt. Informationen dazu können über die Druckhaus Berlin-Mitte GmbH angefordert werden.

 

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